Methoden der Klumpfuss-Therapie

Der Erfolg einer Klumpfuß-Therapie hängt wesentlich davon ab, ob die Behandlung rechtzeitig und in ausreichender Intensität erfolgt. Bei konsequenter und bereits direkt nach der Geburt einsetzender Therapie sind sehr gute Resultate möglich. Das Ziel jeglicher Therapie ist es, die Eigenschaften des Fußes im Erwachsenenalter möglichst weit an die eines gesunden Fußes anzunähern. Das heißt, der Fuß soll voll funktionsfähig und ohne Schmerzen belastbar sein, dabei soll er zusätzlich ein befriedigendes kosmetisches Aussehen erlangen.

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Im Sinne des Kindes gilt es, die Therapie so zu gestalten, dass sie schmerzfrei ist und dass die Bewegungs- und Wahrnehmungsentwicklung nicht gestört wird. Das gilt insbesondere für betroffene Kinder, bei denen der Klumpfuß mit weiteren Behinderungen verbunden ist.  Heutzutage wird weitgehend von den rein operativen Methoden zugunsten der Methoden des „natürlichen Wachstums“ abgesehen.

Es haben sich im Wesentlichen zwei Arten der Therapie durchgesetzt: die eine mit eher statischer- sowie die zweite mit eher dynamischer Behandlung.Zum statischen Ansatz gehört die Methode von Prof.  Ignacio Ponseti. Als dynamisch wird beispielsweise die rein therapeutische Herangehensweise von Barbara Zukunft-Huber angesehen sowie die sogenannte „Französische Methode“, nach Prof. Henri Bensahel in Paris. Letztere wurde von Frederique Bonnet-Dimeglio zu einer Synthese aus statischer und dynamischer Therapie weiterentwickelt.

Welche Methode für ein Kind letztlich am günstigsten ist, hängt von vielen Faktoren ab, wie der Schweregrad der Fehlstellung, der Zugang zu entsprechend ausgebildeten Therapeuten, dem möglichen Engagement der Eltern, der Infrastruktur des Wohnorts etc. Bei den meisten Klumpfüßen kann man davon ausgehen, dass die Rezidivgefahr – also die Gefahr, dass sich ein Fuß in seine (falsche-) Ausgangsstellung zurückbewegt – nach vier Jahren abnimmt. Die Behandlung ist dennoch erst vollständig abgeschlossen, wenn das Kind ausgewachsen ist. Bis dahin sollte es weiterhin dem Orthopäden zur Kontrolle vorgestellt werden.